Was macht ein Gemeinschaftsscreening aus?

"Ich hatte das Gefühl, dass meine innere Welt mit 80 Jahren einen Spiegel gefunden hat, der uns alle reflektiert ...
- ein Spiegel, der dein Film war - der uns alle verbindet."

-Lucy, San Francisco

Am Freitagabend veranstaltet Ruth's Table eine Filmvorführung in ihrem lebhaften Kulturzentrum im Mission District - die Plätze füllen sich mit Mitgliedern und Gästen aus ganz San Francisco im Alter von 17 bis 90 Jahren.

 

Am Sonntagnachmittag in der Unitarian Universalist Church in der Franklin Street teilen sich die Gemeindemitglieder ein Sandwich und einen Kaffee, bevor der Film beginnt - eine warme, verbundene Kirchengemeinschaft.

 

Die Nacht bricht in den Redwood-Hainen rund um das O'Hanlon Center for the Arts an, während Einwohner von Marin und lokale Künstler zwischen den derzeit ausgestellten Webkunstwerken Platz nehmen. (Foto)

 

Was haben diese Veranstaltungen gemeinsam? Was macht ein Community-Screening aus?

 

Wir sind emotionale, soziale Wesen. Das gemeinsame Anschauen in einer Gruppe verändert unsere Sichtweise. Wir konsumieren diesen Film nicht auf unserem persönlichen Gerät. Wir haben die Gelegenheit - und für manche auch das Risiko - ergriffen, uns für diese Erfahrung in eine Gemeinschaft zu begeben.

 

Ich liebe diese Gelegenheit, den Film in Echtzeit mit einer echten Gruppe von Menschen zu teilen. Es ist eine Chance, Einblicke zu bekommen, wie die Menschen berührt wurden und was für sie in ihrem eigenen Leben nachwirkt. Ein Teenager erklärt, dass sie - wie Margot und Barbara - den Verlust von Menschen in ihrem Leben spürt, weil sie auf dem Weg zum College ist. Ich wäre nicht auf die Idee gekommen, dass dies ein gemeinsamer Punkt zwischen einer 17- und einer 85-Jährigen sein könnte. Ein Mann bemerkt, dass ihn die Super-8-Töne in seine Kindheit zurückversetzen, als er Filme auf einem Projektor sah. Auch ich liebe die Körperlichkeit des Films, der klack, klack durch das Tor läuft.

 

Die emotionalen Aspekte des Films führen uns zu einem reichhaltigen, persönlichen Gespräch in der anschließenden Publikumsdiskussion.

 

Eine Frau bedankt sich für die ruhige Räumlichkeit im Film. Jemand erzählt uns, dass er bald 80 wird und dass die Steine, die langsam zu Staub zerfallen, ihm ein taktiles, sinnliches Bild für die neue Phase seines Lebens geben.

 

Später werden die Leute sagen, wie überrascht sie selbst von dem sind, was sie - oder ihr Partner oder ihr Kind - mit dem Raum geteilt haben. Tränen und Lachen, Fragen zu Margot und Barbara und Geschichten aus dem eigenen Leben bringen uns zusammen.

 

Durch unsere gemeinsamen Überlegungen entsteht eine Verbindung.

Einen Kommentar hinterlassen

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * gekennzeichnet